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28.05.18 | FAS, Aktuelles, Öffentlich, Pressemeldungen

Würzburger Wissenschaftler nehmen Stellung zur Familienzusammenführung von Flüchtlingen

Die Forschungsgesellschaft für das Weltflüchtlingsproblem beleuchtet in zwei Studien Themen im Migrationsbereich

Zwei Studien aus dem Migrationsbereich hat die Forschungsgesellschaft zur Erforschung des Weltflüchtlingsproblems herausgegeben. (Berliner Wissenschafts-Verlag)

Die Association for the Study of the World Refugee Problem (AWR, Forschungsgesellschaft für das Weltflüchtlingsproblem) hat eine rechtsvergleichende Studie zu „Family Reunification: International, European and National Perspectives“ (Familienzusammenführung: Internationale, europäische und nationale Perspektiven) veröffentlicht, an der auch Professoren, Lehrbeauftragte und Gastprofessoren der Hochschule Würzburg-Schweinfurt teilgenommen haben. Das Thema Familienzusammenführung, so die Herausgeber der Schriftenreihe, Professorin Dr. Sibylle Wollenschläger und Professor Dr. Ralf Roßkopf, sei aktuell eines der meist diskutierten Themen im Migrationsbereich.

Die Familienzusammenführung, so die Autoren, sei eines der grundlegenden Elemente der internationalen und nationalen Politik zum Schutz der Rechte von Einwanderern und Flüchtlingen. Traditionell als eine Form des legalen Zugangs zu Staaten betrachtet, sei es weiterhin eine der Hauptursachen für Migration, auch innerhalb von Europa. Die Autoren der in englischer Sprache abgefassten Studie untersuchten das Thema auf den verschiedenen Rechtsebenen und vertieften den aktuellen Rechtsrahmen für die Familienzusammenführung.

Der erste Teil widmet sich einer kritischen Analyse internationaler Rechtsnormen zur Familienzusammenführung. In diesem Zusammenhang wurde die Untersuchung anhand eines mehrstufigen Ansatzes durchgeführt, bei dem vor allem das Recht und die Praxis der Vereinten Nationen, des Europarates, und der Europäischen Union berücksichtigt wurden. Der zweite Teil konzentriert sich auf die nationalen Gesetzgebungen, Politiken und Praktiken derjenigen EU-Mitgliedstaaten (Österreich, Deutschland, Ungarn und Italien), die aufgrund ihrer Beteiligung an Migration im Mittelpunkt stehen.

Die Studie wurde auf einer Konferenz an der Universität Sapienza in Rom vorgestellt. Fünf von acht Autoren sind Professoren, Gastprofessoren oder Lehrbeauftragte an der FHWS. Das Projekt wurde innerhalb des institutionellen Kontextes der Hochschule gefördert und durchgeführt und trägt zum Aufbau eines internationalen Forschungsclusters „Internationale Sozialarbeit - Angewandte Flüchtlings- und Migrationsforschung" bei. Nach dem im Jahr 2016 erschienenen Buch über „Unbegleitete Minderjährige in internationalem, europäischem und nationalem Recht" ist dies die zweite internationale Vergleichsstudie, die sich in diesem Rahmen aus dem Netzwerk heraus entwickelte.

Die Bücher sind in der FHWS-Bibliothek einsehbar: "Family Reunification" (kommt in Kürze)

„Unaccompanied Minors”: Signatur 1000/PR 2214 R835 U5