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14.06.18 | Pflege- und Gesundheitsmanagement, Aktuelles, FAS, Aktuelles

Würzburger Gesundheits- und Pflegemanagerinnen in Führungspositionen – Bedeuten Kinder ein Karriere-Aus ?

Ergebnisse einer Bachelorarbeit

„Eine Führungskraft muss Vollzeit arbeiten“, „eine Führungskraft muss immer präsent sein“, „eine Führungskraft muss männlich“ sein“, „weibliche Führungskräfte müssen ihren Mann stehen“ – solche Vorurteile sind in den Köpfen vieler noch tief verankert, ja selbst in aktuellen Lehrbüchern des Personalmanagements noch zu finden.

Eine kürzlich vorgelegt Bachelorarbeit hat sich mit der Vereinbarkeit von Mutterrolle und Karriere bei Absolventinnen des Studiengangs befasst.

In den geführten Tiefeninterviews mit Pflegemanagerinnen in Führungspositionen im Raum Würzburg stellte sich heraus, dass für sie Kinder keinen Karriereknick bedeuteten, sind nur bestimmte Voraussetzungen gegeben.

Neben eigener Belastbarkeit und „Organisationstalent“ sind vor allem die Flexibilität der Arbeitgeber hinsichtlich Arbeitszeiten, väterliche und familiäre Unterstützung und Betreuungsangebote für die Kinder außerhalb der Familie als wichtige Bedingungen der Vereinbarkeit von beruflicher Karriere und Kinder zu nennen.

Die Autorin der Studie stellt heraus, dass es kein allgemeingültiges „Rezept“ gibt, das sich auf alle Frauen in Führungspositionen in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf übertragen lässt. Zwar sind etwa mit Blick auf Rollenverständnis und Arbeitsumfeld wichtige Voraussetzungen der Vereinbarkeit von Karriere und Kindererziehung heute erkannt. Deren Umsetzung steht häufig jedoch noch am Anfang.

Nach über 6-7jähriger Ausbildung und Studium von Gesundheits- und Pflegemanagerinnen  erscheint die heute noch immer auftauchende Frage „Karriere oder Kinder“ insbesondere im Pflege- und Gesundheitsbereich obsolet, ja geradezu provokant, zumal wir auch wissen, dass berufstätige Mütter die Entwicklung ihrer Töchter wie Söhne in aller Regel fördern.