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Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

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21.08.17 | FAS, Öffentlich, Aktuelles

Welcher Abfall gehört in welche Tonne? Vier Studentinnen regen Mülltrennung an der FHWS an

Mit Plakaten, Hinweisen und Angeboten möchten sie den Umweltschutz und nachhaltiges Verhalten fördern

Tina Ehrenfeuchter, Jeannine Wendt, Simone Barthel und Christina Busack (von links) möchten im Bereich der Abfallsortierung an der Hochschule zu einer Verhaltensänderung beitragen. (Foto FHWS / Klein)

Klar, nachhaltig will jeder sein, die „blaue Tonne“ nutzen, die Umwelt schützen. Aber gleichzeitig oft auch nicht auf den Coffee-to-go verzichten, abends schnell eine Pizza vom Straßenimbiss mitnehmen, den Internet-Versandhandel nutzen. So verursachen Deutsche laut „Die Welt“ einen Negativrekord von rund 213 Kilo Verpackungsmüll pro Person pro Jahr, wobei die Recyclingquote der Hauptabfallströme in Deutschland bei 68 Prozent liegt (Statista).

In diesem Zusammenhang untersuchten die vier Studentinnen Jeannine Wendt, Simone Barthel, Christina Busack und Tina Ehrenfeuchter im Rahmen eines Projektseminars unter Leitung von Prof. Dr. Christoph Bördlein mit dem Titel „Making this world a better place", wie man mit verhaltensorientierten Maßnahmen seine Umwelt verändert, die Abfallsortierung nach Papier und Restmüll an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt am Beispiel der Münzstraße 12.

Die angehenden Sozialwissenschaftlerinnen haben in ihrem Projekt dokumentiert, dass sich zwar der Restmüll in Deutschland deutlich reduziert habe, auf der anderen Seite sich aber die Menge des Wertstoffabfalls, der wiederverwertet werden kann, deutlich erhöht habe. Zudem sei die Bereitschaft zum Müllsortierung und Recyceln wohl da, jedoch sei das System der Mülltrennung vielfach so komplex, dass viele Bürger immer wieder unwissentlich Fehler machten und den Abfall nicht richtig trennten.

Mit ihrem Studienprojekt möchten die Studentinnen zu einer Verhaltensänderung beitragen: Papiermüll werde gegenwärtig im Hochschulgebäude in der Münzstraße 12 nicht gesondert entsorgt. Sie stellten daraufhin mit Unterstützung des Technischen Betriebs der Hochschule zusätzlich zu den Restmüllbehältern Abfallbehälter für Altpapier auf, um eine gesonderte Entsorgung von Papier möglich zu machen. Sie hingen Plakate auf mit den Hinweisen „Papiermüll kann wiederverwertet werden! Schont die Umwelt! Rettet die Bäume! Macht mit!“. Die Tonnen wurden mit Hinweisen beschriftet: „Das darf rein: Papier, Zeitung, Blöcke, Brotzeitpapier, Taschentücher“ sowie „Das darf nicht rein: Kaffeebecher, Plastik, Restmüll. Kaffeebecher sind beschichtet und können nicht recycelt werden!“

In einem Zeitraum von neun Wochen hatten Studierende, Mitarbeiter und Dozenten die Möglichkeit, ihren Abfall getrennt zu entsorgen. Das Quartett wertete abschließend die Ergebnisse aus und stellte fest, dass „unsere Plakate und neuen Mülleimer zu Beginn der Intervention noch nicht wahrgenommen wurden und daher aus Gewohnheit das Papier im Restmülleimer landete.“ Ihr Projekt habe trotzdem dazu beigetragen, dass Studierende wie Professoren ihr Müllverhalten überdacht hätten und bewusster Abfälle entsorgten. Das Projektteam regt nun an, wenigstens auf jedem Stockwerk des Gebäudes eine Papiertonne aufzustellen, um es so den Nutzern des Gebäudes zu ermöglich, Papier gesondert zu entsorgen.