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16.05.18 | FAS, Öffentlich, Aktuelles

Melbourne-Würzburg Projekt zu Musiktherapie bei Demenz und Doktorandenschule künstlerischer Therapien intensiviert

Gesamtteam MWD-Song (v.h.l.n.v.l. Tabea Thurn, Jasmin Eickholt, PI UoM Prof. Dr. Felicity Baker, Dr. Imogen Clark, Dr. Claire Lee, Dr. Jeanette Tamplin, PI FHWS Prof. Dr. Thomas Wosch; Foto: Baker)

Beitrag von Eickholt und Wosch zu Musiktherapie für Altersdepression und Demenz auf dem Symposium „Music Interventions for Dementia in Elderly Care“ (Foto: Tamplin)

Musical Memory Choir des australischen Projektteams (Foto: Wosch)

Vom 19.4.-2.5.2018 waren die Mitarbeiter und Lehrenden der FHWS Jasmin Eickholt und Tabea Thurn im Rahmen des Drittmittelprojektes MWD-Song (BMBF, DAAD) beim Projektpartner Universität Melbourne (UoM). Im Fokus dieses Projektes steht der Austausch, die Weiterentwicklung und Untersuchung musiktherapeutischer Interventionen für Menschen mit Demenz und für ihre pflegenden Angehörigen, welche in beiden Ländern eine hohe Innovation und in Australien einen herausragenden Forschungsstand erreicht haben mit laufenden Projekten im siebenstelligen Euro-Bereich. Dabei wurde der Einblick in die australischen Interventionen in Praxisinstitutionshospitationen und Forschungsprojektbesprechungen vertieft sowie die deutschen Interventionen und Entwicklungen in den Praxisinstitutionen und an der Universität Melbourne vorgestellt und diskutiert. Alle Untersuchungsschritte für 2018 sowie die weiteren Perspektiven konnten im Gesamtteam aller MWD-Song Forscher der Universität Melbourne und der FHWS besprochen und geplant werden, auch unter Beteiligung von Professor Wosch auf Einladung der Universität Melbourne. Eine Perspektive ist ein Buch zu Musiktherapie für Demenz und für Altersdepression von allen sieben Mitarbeitern des MWD-Song-Projektes der Universität Melbourne und der FHWS.
In diesen zwei Wochen wurden hohe Synergien erreicht. Es fand die NaMTRU-week, die australische Doktorandenschule Musiktherapie, mit Betreuung und Supervision für Projektmitarbeiter und durch Projektmitarbeiter statt. Es wurde ein Symposium „Music Interventions for Dementia in Elderly Care“ im Brain Centre der Universität Melbourne veranstaltet auch mit in einem Beitrag von Projektmitarbeitern zu deutschen Ansätzen, Studien und Forschungsmethoden in diesem Bereich. Wosch gab zudem Supervisionen für Doktoranden der Doktorandenschule künstlerischer Therapien CATRU der Universität Melbourne (in dem Wosch und die FHWS Mitglied sind). Ein weiteres Ergebnis der Kooperation sind zwei Artikel, zu einem ein systematic review künstlerischer Therapien für Menschen mit Altersdepression, zum anderen ein Artikel zu neurowissenschaftlichen Grundlagen der Musikerinnerung in der Musiktherapie für Menschen mit Demenz, die somit weiter besprochen und deutlich vorangebracht wurden.
Insgesamt wurde gerade mit dieser Zeit im April und Mai 2018 die Zusammenarbeit zwischen der FHWS und der Universität Melbourne, welche in 2008 gestartet hatte, sehr intensiviert und erweitert. Sie umfasst nun gemeinsame Forschungsprojekte, die Förderung von Nachwuchswissenschaftlern insbesondere mit Promotionen und eine akademische sowie interkulturelle gemeinsame Entwicklung dringend benötigter innovativer Interventionen für den Gesamtbereich der Altenpflege. In Würzburg wird dieser erreichte Stand weiter ausgebaut mit einem Symposium mit Beiträgen aller sieben australischen und deutschen Projektmitarbeiter am 29. Juni 2018 an der FHWS.