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28.06.18 | FAS, Öffentlich, Aktuelles, Pressemeldungen

Forschungsprojekt „Rezeption von berufsethischen Richtlinien in der Praxis der Sozialen Arbeit“

Forschungsergebnisse sollen der Orientierung zum Umgang und zur Reflektion ethischer Fragen dienen

Auf Einladung der Ethik-Kommission des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit (DBSH) haben die Professoren Dr. Frank Como-Zipfel und Dr. Dieter Kulke von der Hochschule Würzburg-Schweinfurt gemeinsam mit Professorin Dr. Iris Kohlfürst von der Fachhochschule Oberösterreich in Linz ihr Forschungsprojekt „Rezeption von berufsethischen Richtlinien in der Praxis der Sozialen Arbeit“ vorgestellt. Die bisherigen Zwischenergebnisse wurden mit den Mitgliedern der Ethik-Kommission ausführlich und eingehend diskutiert. Das Treffen fand im Kloster der Herz-Jesu-Priester in Neustadt an der Weinstraße statt.

Das internationale Forschungsprojekt zur Ethik / Berufsethik der sozialen Arbeit wird in Verbindung mit dem Österreichischen Berufsverband der Sozialen Arbeit und DBSH durchgeführt. Im Mittelpunkt steht eine Online-Befragung von Angehörigen der Sozialen Arbeit in Österreich und Deutschland. Die Befragung behandelt diverse Themenfelder aus dem Bereich der Ethik / Berufsethik, z.B. Einstellungen zu Ethik; die Kenntnis von berufsethischen Richtlinien; die Wahrnehmung des Doppel- bzw. Triple-Mandats in der Praxis; ethische Dilemmata in der Praxis und der Umgang mit ihnen. An der Befragung nahmen über 1.300 Personen teil; sie ist die erste ihrer Art in Deutschland. Ihre Ergebnisse werden sowohl für die Lehre, als auch für die Arbeit der Berufsverbände Relevanz besitzen.

Die Ethikkommission des DBSH sei an den Forschungsergebnissen interessiert, so Kulke weiter, da der DBSH erst 2014 eine neue Berufsethik erarbeitet und herausgegeben habe, die ein unverzichtbarer Bestandteil der Professionalisierung Sozialer Arbeit sei. Sie sei kein Bündel von „Benimm-Regeln“, also keine Richtlinie, sondern mehr eine Orientierung zum Umgang und zur professionellen Reflektion ethischer Fragen, die sich in der Berufspraxis stellen könnten.

Mehr zur Berufsethik des DBSH unter DBSH