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21.07.17 | Aktuelles

FHWS unterstützt Lebenshilfe Würzburg bei dem Inklusionsprojekt für Kinder und Jugendliche im Freizeitbereich in Würzburg und Umgebung

Das Ziel: die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit Würzburg für Kinder mit Beeinträchtigungen weiter zu öffnen

Teilnehmer des Kurses „Praxisbezogenes Projekt: Inklusive Kinder- und Jugendarbeit“ bei den Abschlusspräsentationen an der FHWS (re. David Krug, 2.v.r Barbara Luther, beide Lebenshilfe Würzburg e.V.) Im Hintergrund der in inklusiven Aktionen erstellte ‚Inklusionsbaum‘ (Foto FHWS / Kulke)

Ein Kind hängt „Blätter“ an den ‚Inklusionsbaum‘ beim Frühlingsfest der Christophorus-Schule in Würzburg (Foto FHWS / Sieberer)

Die Lebenshilfe Würzburg hatte sich an Professor Dr. Dieter Kulke von der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften mit der Frage nach der Begleitung eines Inklusionsprojektes gewandt. In diesem von der Aktion Mensch über drei Jahre geförderten Inklusionsprojekt soll darauf hingewirkt werden, die Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Stadt und Landkreis Würzburg für Kinder mit Beeinträchtigungen weiter zu öffnen. Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Vernetzung der Freizeitanbieter über die Kooperationspartner des Projektes wie der Stadtjugendring, der Kreisjugendring, KiJu – Netzwerk Kinder- und Jugendarbeit, Evangelische Jugend Würzburg, Stadt Würzburg – Sozialreferat sowie die Umweltstation Tierpark Sommerhausen.

Das Projekt wurde von dem „Praxisbezogenen Projekt: Inklusive Kinder- und Jugendarbeit“ unter der Leitung von Professor Dr. Dieter Kulke von Studierenden der Sozialen Arbeit im vierten Semester begleitet. Mit großem Engagement, so Kulke, übernahmen die Studierenden in sechs Kleingruppen verschiedene Aufgaben: zwei Befragungen von Anbietern von Freizeitangeboten; eine Befragung von Eltern zu ihren Erfahrungen und Einstellungen zur Inklusion; die strukturierte Beobachtung von inklusiven Veranstaltungen; die Erarbeitung eines Image-Videofilms über das Projekt sowie die künstlerische Gestaltung eines ‚Inklusionsbaums‘ und weiterer Aktionen auf dem Frühlingsfest der Lebenshilfe Würzburg und dem Umsonst & Draußen-Festival. Auch wenn einige Ergebnisse aufgrund sehr geringen Rücklaufs nicht repräsentativ seien, könnten die Befragungen als Grundlage und als Pre-Test für folgende Evaluationen dienen. In der Abschlusssitzung des Seminars wurden Vertretern der Lebenshilfe die Arbeitsergebnisse präsentiert.

Zu den wichtigen Ergebnissen zähle, dass es einerseits zwar schon einige inklusive Freizeitangebote gäbe, die gleichermaßen für beeinträchtigte wie nicht beeinträchtigte Kinder offen seien, dass aber andererseits noch weiterer Bedarf daran bestehe. Wo solche Angebote stattfinden, gab es interessante Befunde aus der teilnehmenden Beobachtung von Studierenden. Sie sind durchaus inklusiv in dem Sinn, dass Kinder mit Beeinträchtigungen daran teilhaben und mitmachen und gleichermaßen Spaß haben und mit allen anderen Teilnehmern kommunizieren wie Kinder ohne Beeinträchtigungen. Ausschließende Tendenzen im Sinne von Ausgrenzungen, Hänseleien o.ä. wurden nicht beobachtet. Insgesamt, so der Professor, geben die Ergebnisse Hinweise darauf, wie wichtig und erfolgreich es sei, Inklusion auch im Kinder- und Jugendbereich voranzubringen.