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28.02.18 | FAS, Aktuelles

Europa, USA, Australien – Musiktherapie blickt auf einen sehr intensiven internationalen und regionalen Jahreswechsel zurück

Dr. Helen Loth leitet Studierende der Vertiefung Musiktherapie des BA Soziale Arbeit in einer Übung zu Grundrhythmen indonesischer Gamelan-Musik an (Foto: Wosch)

Raumgestaltung zur multisensorischen Förderung der vorhandenen Ressourcen von Menschen mit Demenz im Wiedererkennen weihnachtlich gustatorischer Wahrnehmung (Kaffee, Kuchen inkl. Weihnachtsgebäck), weihnachtlich visueller Wahrnehmung (weihnachtlich geschmückter Tisch, Karte mit altem Weihnachtsmotiv), und weihnachtlich olfaktorischer Wahrnehmung (Geruch von Zimtstangen, Orangenscheiben und geschnittenen Tannenzweigen). (Foto: Pfab)

Feierlicher Abschluss BMBF-Projekt und Internationaler MA MT-Block im Januar 2018 (v.l.n.r. Laura Blauth, Thomas Wosch, Helen Odell-Miller OBE, Barbara Wheeler und Jasmin Eickholt). (Foto: Wheeler)

Ein Teil der studentischen Teilnehmer und Referenten der 3rd Nordic Music Therapy Student Conference an der Uni Jyväskylä mit den FHWS-Studierenden und –Lehrbeauftragten Marlene Wisböck und Louisa Gries (o.v.l.2.&4.) (Foto: Gries)

Von November 2017 bis Februar 2018 sind viele internationale outgoing und incoming Aktivitäten sowie regionale Projektdurchführungen und –einwerbungen in Lehre und Forschung der Musiktherapie der FHWS durchgeführt und erreicht worden: +++ BMBF-Projektgruppe EU-Antrag-FH an Universität Genf und Universität Pompeu-Fabra-Barcelona im November +++ Durchführung Jahresaktivität „Demenz und Kultur“ von halma e.V. und gefördert von Alzheimer-Gesellschaft Würzburg/Unterfranken an FHWS im Dezember +++ Einwerbung Zweijahresprojekt „Musiktherapie zur Prävention psychischer Beeinträchtigungen bei Geschwistern krebskranker Kinder“ bei Gesundheitsamt Würzburg und bayerischer Gesundheitsregionplus Würzburg in Kooperation mit Kinderonkologie Uniklinikum Würzburg sowie Elterninitiative tumor- und leukämiekranker Kinder in Würzburg e.V. im Dezember mit erster Projektdurchführung im Januar +++ Erasmus-incoming-Lehre von Uni Jyväskylä/FIN und ARU Cambridge sowie Gastvortrag von Montclair Uni New Jersey im Vertiefungsmodul Musiktherapie in der Sozialen Arbeit des BA Soziale Arbeit im Dezember und Januar +++ feste internationale Lehrbeauftragte des MA MT aus den USA, Großbritannien, Finnland und Norwegen in der Lehre des MA MT im Dezember und Januar +++ erfolgreicher Abschluss des BMBF-Projektes EU-Antrag-FH im Januar +++ erster Erfolg zur Förderung von Early Career Researcher des DAAD-Universities Australia Projektes MWD-Song der FHWS und Uni Melbourne mit Start des PhD von Jasmin Eickholt an der Uni Melbourne +++ Studierende des MA MT der FHWS auf 3rd Nordic Music Therapy Student Conference bei Erasmus-Partner Uni Jyväskylä/FIN im Februar +++
Ausgewählte Aktivitäten und Erfolge werden im Folgenden kurz beschrieben. In der Erasmus-Incoming Lehre von Dr. Helen Loth vom Erasmus-Partner Anglia-Ruskin-University Cambridge aus Großbritannien wurden entsprechend den besonderen Interessen der Studierenden des Vertiefungsmoduls im BA Soziale Arbeit die Themen der Eltern-Kind-Arbeit der Musiktherapie für Kinder mit Schwerstmehrfachbehinderung sowie interkulturelle Musiktherapie behandelt. Zu letzterem wurden auch erste Übungen zur indonesischen Gamelan-Musik von Loth mit den Studierenden durchgeführt, welche Loth für Sonderschulen in Indonesien entwickelt und eingesetzt hatte (siehe Foto).
In der Jahresaktion der FHWS im Projekt „Demenz und Kultur“ (halma e.V. Würzburg unter Beteiligung der FHWS, Alzheimer-Gesellschaft, Musikhochschule Würzburg, Mozartfest Würzburg, Caritas, Kulturspeicher Würzburg, Mainfranken Theater Würzburg und Stadtbücherei Würzburg) am Vortag des drittes Advent 2017 wurde eine umfangreiche Zusammenarbeit von Studierenden des BA Soziale Arbeit, des MA Musiktherapie sowie von Absolventen beider Studiengänge eingebracht. Ein Schlüssel für die Aktivierung und Orientierung der Menschen mit Demenz war die Milieugestaltung eines weihnachtlichen Raumes mit Tannenbaum, Weihnachtsschmuck, Weihnachtsgerüchen, vertrauten Weihnachtsmotivkarten, Kaffee, Kuchen (siehe Foto) und eben vertrauten Weihnachtsliedern. Neu entwickelt und mit Erfolg eingesetzt wurden von den BA-Studierenden Angelika Flagner und Katharina Pfab eine mit Klängen illustrierte eigene Weihnachtsgeschichte sowie von der Absolventin des MA MT, Lehrbeauftragten und Forschungsprojektmitarbeiterin Tabea Thurn geleiteten Weiterbildung zum Einsatz von Musik für die pflegenden Angehörigen.
Im Januar konnten sowohl der Abschluss des BMBF-Projektes EU-Antrag-FH als auch der Internationalen Lehre des dritten Fachsemesters des MA MT gefeiert werden. Jasmin Eickholt und Laura Blauth reichten zusammen mit Prof. Dr. Thomas Wosch den EU-Antrag eines Konsortiums von insgesamt 13 europäischen und deutschen Partnern der FHWS fristgemäß ein. Im Master Musiktherapie lehrten im Januar u.a. Prof. Dr. Barbara Wheeler aus den USA zur qualitativen musiktherapeutischen Forschung und Prof. Dr. Helen Odell-Miller aus Cambridge zu britischen Modellen der music therapy in dementia care sowie der Supervision der Anwendungspraktika der Studierenden.
Im Februar 2018 trafen sich über 40 Studierende aus verschiedenen BA- und MA-Studiengängen Musiktherapie, vorwiegend aus Schweden, Norwegen und Dänemark, auf der dritten Nordic Music Therapy Student Conference an unserer Erasmus-Partneruni Jyväskylä, um über globale Perspektiven der Musiktherapie, auch im Hinblick auf die eigene Therapeutenidentität, zu diskutieren. Von der FHWS waren die MA MT-Studierenden Louisa Gries und Marlene Wisböck dabei. Neben Workshops zu musiktherapeutischen Methoden u.a. mit Einbeziehung technischer Hilfsmittel und Informatik (z.B. vibroakustische Therapie, musiktherapeutisches Assessment) und aktuellen Forschungsprojekten der Uni Jyväskylä (z.B. Schlaganfall-Rehabilitation, Herzfrequenz-Variabilität) wurden Vorträge von Musiktherapeuten wie Prof. Dr. Jos de Backer (Belgien) und Prof. Dr. Amy Clements-Cortes (Kanada) gehalten sowie Präsentationen zu Fallbeispielen, Arbeitsfeldern und Forschungsarbeiten von Studierenden und Berufsanfängern der Musiktherapie.  Diese Konferenz war sehr gelungen, voller Inspiration, Austausch auf Augenhöhe, Vernetzung und natürlich Musik.